Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
Ein Urlaub mit Hund an der Nordsee ist ein absoluter Traum für Hundebesitzer. Die Küste bietet kilometerlange Sandstrände, spezielle Hundestrände ohne Leinenpflicht und sogar eigene Agility-Parks für deine Fellnase. Besonders empfehlenswert sind St. Peter-Ording, Neßmersiel und die Inseln Sylt oder Amrum. Wattwanderungen mit Hund sind ein echtes Highlight, und viele Orte haben sich richtig gut auf Vierbeiner eingestellt – mit Hundeduschen, hundefreundlichen Unterkünften und sogar speziellen Gaststätten.
Inhaltsverzeichnis
Die schönsten Hundestrände der Nordsee

Wenn du einen Nordsee Urlaub mit Hund planst, stehen die Hundestrände ganz oben auf der Liste. Ich war schon oft mit meiner eigenen Hündin Bella an verschiedenen Küstenabschnitten, und dabei sind mir einige absolute Perlen aufgefallen.
St. Peter-Ording ist dabei ein echter Geheimtipp – naja, eigentlich gar nicht mehr so geheim. Der Hundestrand Böhl bietet riesige Sandflächen, wo sich dein Vierbeiner so richtig austoben kann. Das Besondere hier: Die ausgewiesenen Freilaufflächen sind wirklich großzügig dimensioniert. Das 16 Hektar große Auslaufgebiet Ording-Nord ist nur eines von mehreren, die es dir ermöglichen, deinen Hund auch mal komplett von der Leine zu lassen.
Neßmersiel hat mich besonders begeistert, weil hier alles perfekt durchdacht ist. Der Hundestrand liegt direkt am Ortszentrum, du musst also keine ewig langen Wege laufen. Praktisch ist auch, dass es hier Hundeduschen gibt – nach einem Tag im Sand und Salzwasser wirklich Gold wert!
Auf Sylt findest du gleich mehrere Hundestrände. Ich empfehle dir besonders die Abschnitte in Kampen und Wenningstedt. Hier herrscht von Oktober bis März sogar komplett Leinenpflichtfreiheit am gesamten Strand. In der Saison gibt es ausgewiesene Bereiche – aber die sind so groß, dass dein Hund garantiert nicht zu kurz kommt.
Cuxhaven und Norddeich sind ebenfalls super Anlaufstellen. In Cuxhaven gibt es sogar einen extra Strandabschnitt nur für Hunde in Duhnen. Das finde ich besonders entspannt, weil sich dort alle Hundebesitzer treffen und die Vierbeiner meist prima miteinander klarkommen.
Wattwanderungen – Ein Abenteuer für Hund und Mensch

Eine Wattwanderung mit Hund ist definitiv ein Muss beim Urlaub mit Hund Nordsee. Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer kannst du auf ganz besondere Weise erleben – und dein Hund wird wahrscheinlich genauso fasziniert sein wie du.
Von Neßmersiel aus werden regelmäßig geführte Wattwanderungen zu den Inseln Norderney oder Baltrum angeboten, bei denen Hunde ausdrücklich willkommen sind. Die Touren dauern zwischen zwei und drei Stunden und führen über mehrere Kilometer durch das Watt. Ich hab das selbst schon gemacht, und es ist wirklich ein unvergessliches Erlebnis.
Wichtig ist, dass du deinen Hund während der Wattwanderung an der Leine führst. Das Watt kann tückisch sein, und dein Vierbeiner könnte in Priele (das sind die natürlichen Wasserrinnen) geraten oder sich in weichem Schlick verfangen. Die erfahrenen Wattführer kennen sich aber bestens aus und geben dir genaue Anweisungen.
Das Besondere an einer Wattwanderung: Dein Hund erlebt völlig neue Gerüche und Texturen. Der matschige Untergrund, die salzige Luft, die vielen Muscheln und Krebse – das ist ein wahres Sinneserlebnis für die Fellnase. Viele Hunde sind anfangs etwas skeptisch wegen des ungewohnten Untergrunds, aber nach ein paar Minuten haben sie meist richtig Spaß daran.
Pack auf jeden fall Handtücher und eventuell eine Thermoskanne mit warmem Wasser ein. Nach der Wanderung sind sowohl du als auch dein Hund ziemlich schlammig, und eine warme Dusche (für den Hund) ist dann sehr willkommen.
Fun Agility Park Neßmersiel – Kostenloses Training am Meer

Ein echter Geheimtipp für aktive Hunde ist der Fun Agility Park in Neßmersiel. Direkt am Hundestrand gelegen, bietet dieser kostenlose Park verschiedene Hindernisse und Geräte, an denen sich dein Vierbeiner so richtig austoben kann.
Der Park ist mit Hürden, Wippen, Slalomstangen und verschiedenen Kletter- und Balancierelementen ausgestattet. Das Tolle daran: Du brauchst keine Vorerfahrung mit Agility. Die Geräte sind so konzipiert, dass auch Anfänger – sowohl Hund als auch Mensch – schnell Erfolg haben und Spaß bekommen.
Ich hab dort schon mehrere Stunden mit meiner Hündin verbracht, und es ist wirklich entspannt. Es gibt keine festen Zeiten oder Regeln, du kannst einfach vorbeikommen und loslegen. Besonders praktisch: Direkt nebenan befindet sich ein großes Freilaufgelände, wo sich dein Hund nach dem Training entspannen kann.
Für ältere oder weniger agile Hunde gibt es auch niedrigere Hindernisse und einfachere Übungen. Der Park ist so angelegt, dass wirklich jeder Hund – vom Chihuahua bis zur Dogge – etwas Passendes findet. Das fördert nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch die geistige Auslastung deines Vierbeiners.
Ein zusätzlicher Bonus: Am Agility-Park triffst du oft andere Hundebesitzer, und daraus entstehen häufig nette Gespräche oder sogar gemeinsame Strandwanderungen. Die Atmosphäre ist entspannet und familiär – typisch norddeutsch eben.
Hundefreundliche Nordseeinseln entdecken

Die Nordseeinseln sind für einen Urlaub mit Hund an der Nordsee besonders reizvoll. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter, aber alle eint die hundefreundliche Einstellung und die endlos langen Strände.
Sylt kennt wahrscheinlich jeder, aber die Insel ist wirklich zu Recht so beliebt bei Hundebesitzern. Die 40 Kilometer langen Sandstrände bieten unglaublich viel Platz, und außerhalb der Hauptsaison darfst du deinen Hund fast überall frei laufen lassen. Ich fahre gerne im Herbst oder Frühjahr nach Sylt – dann ist es nicht so überfüllt, und das Wetter ist oft noch richtig schön.
Amrum ist deutlich ruhiger als Sylt, aber mindestens genauso schön. Der Kniepsand ist einer der breitesten Sandstrände Europas, und hier kann dein Hund nach Herzenslust rennen und toben. Die Insel ist perfekt für entspannte Spaziergänge über die Dünen oder durch das Dorf Nebel.

Borkum bietet eine tolle Mischung aus weiten Stränden und interessanten Wanderwegen durch die Dünenlandschaft. Besonders der Nordstrand ist bei Hundebesitzern beliebt. Die Insel hat sich richtig gut auf Vierbeiner eingestellt – es gibt sogar spezielle Hundewagen für den Transport über die Insel.
Für Insel Langeoog prägend sind die langen Sandstrände (ca. 14 Kilometer) und die bis zu 20 Meter hohen Dünen.
Juist, Wangerooge und Spiekeroog sind etwas kleiner, aber dadurch besonders gemütlich. Auf Juist gibt es überhaupt keine Autos, nur Pferdekutschen und Fahrräder – das macht Spaziergänge mit Hund besonders entspannt. Spiekeroog punktet mit unberührter Natur und vielen Wanderwegen durch das Inselinnere.
Große Küstenorte – Perfekte Infrastruktur für Hundebesitzer

Die großen Küstenorte an der Nordsee haben sich in den letzten Jahren richtig ins Zeug gelegt, um hundefreundlicher zu werden. Dabei stechen besonders Cuxhaven, Büsum und natürlich St. Peter-Ording hervor.
In Cuxhaven findest du eine hervorragende Infrastruktur für den Hundeurlaub. Es gibt mehrere ausgewiesene Hundestrände, Hundeduschen an verschiedenen Strandabschnitten und sogar hundefreundliche Restaurants mit Außenterrassen. Besonders praktisch: Die Kurverwaltung stellt kostenlose Kotbeutel zur Verfügung, und es gibt genug Mülleimer entlang der Promenade.
Büsum hat sich richtig Mühe gegeben mit seinem Angebot für Hundebesitzer. Der Hundestrand liegt zentral und ist gut erreichbar. Was mir dort besonders gut gefällt: Es gibt einen separaten Bereich für kleine und ängstliche Hunde. Das ist super durchdacht, denn nicht jeder Vierbeiner mag das wilde Toben mit großen Artgenossen.
St. Peter-Ording ist sowieso die Nummer eins beim Nordsee Urlaub mit Hund. Hier stimmt einfach das Gesamtpaket: Riesige Strände, moderne Hundeduschen, viele hundefreundliche Unterkünfte und sogar ein eigener Hundeshop direkt am Strand. Die Pfahlbauten sind übrigens meist auch hundefreundlich – du kannst also mit deinem Vierbeiner gemütlich Fischbrötchen essen.
Ein Geheimtipp von mir: Fast alle größeren Orte bieten inzwischen auch spezielle Hundewanderungen oder Hundetrainings am Strand an. Das ist eine tolle Möglichkeit, andere Hundebesitzer kennenzulernen und gleichzeitig etwas für die Erziehung deines Vierbeiners zu tun.
Ostfriesland – Ruhige Strände und entspannte Atmosphäre

Ostfriesland ist für mich persönlich eine der schönsten Regionen für einen entspannten Urlaub mit Hund Nordsee. Hier geht es deutlich ruhiger zu als auf den bekannteren Inseln, aber die Qualität der Hundestrände steht dem in nichts nach.
Der Dornumer Strand hat es mir besonders angetan. Hier findest du nicht nur einen großartigen Sandstrand, sondern auch Grünflächen und sogar einen eigenen Hundespielplatz. Das ist perfekt, wenn du mit Kindern und Hund unterwegs bist – alle kommen auf ihre Kosten. Der Strand ist breit genug, dass sich die verschiedenen Gruppen nicht in die Quere kommen.
Norddeich ist ein weiterer Favorit von mir. Der Ort liegt direkt gegenüber von Norderney und Juist, und die Fähren nehmen Hunde problemlos mit. Der Hundestrand in Norddeich ist wirklich groß und bietet verschiedene Bereiche – von ruhigen Ecken für ältere Hunde bis hin zu lebhaften Abschnitten für junge, energiegeladene Vierbeiner.
Was Ostfriesland besonders auszeichnet: Die Menschen hier sind unglaublich entspannt und hundefreundlich. In vielen Cafés und Restaurants sind Hunde willkommen, und oft gibt es sogar Wassernäpfe oder kleine Leckerlis für die Vierbeiner. Das macht den Urlaub deutlich entspannter, weil du nicht ständig nach hundefreundlichen Lokalen suchen musst.
Die ostfriesischen Inseln wie Borkum oder Juist sind ebenfalls einen Abstecher wert. Besonders Borkum gefällt mir gut, weil die Insel groß genug ist für längere Wanderungen, aber trotzdem überschaubar bleibt. Die Strände sind endlos lang und breit – perfekt für ausgedehnte Spaziergänge mit dem Hund.
Praktische Tipps für den perfekten Hundeurlaub

Nach vielen Jahren Urlaub mit Hund an der Nordsee hab ich einige praktische Tipps gesammelt, die dir den Aufenthalt deutlich erleichtern werden.
Packliste für den Hundeurlaub: Neben den obvioesen Dingen wie Futter und Spielzeug solltest du unbedingt ein Handtuch nur für den Hund einpacken. Sand und Salzwasser machen das Fell richtig dreckig. Eine kleine Thermoskanne mit warmem Wasser ist Gold wert für die schnelle Pfotenwäsche zwischendurch. Zusätzliche Kotbeutel sind immer sinnvoll, auch wenn viele Orte diese kostenlos zur Verfügung stellen.
Beste Reisezeit: Ich empfehle die Monate April bis Juni und September bis Oktober. Das Wetter ist meist noch schön, aber die Strände sind nicht überfüllt. Viele Hundestrandregelungen sind außerhalb der Hauptsaison auch lockerer – oft darf dein Hund dann am kompletten Strand frei laufen.
Anreise und Transport: Die meisten Fähren zu den Inseln nehmen Hunde mit, aber du solltest immer vorab reservieren. Bei der Deutschen Bahn fahren Hunde in der Regel kostenpflichtig mit, kleinere Hunde im Transportbehälter manchmal kostenlos. Check das vorher ab, das spart Ärger und Geld.
Gesundheit und Sicherheit: Das Salzwasser kann bei empfindlichen Hunden zu Hautirritationen führen. Spül deinen Vierbeiner nach dem Baden immer mit Süßwasser ab. Pack eine kleine Reiseapotheke ein – Durchfall durch zu viel Salzwasser kommt leider häufig vor.
Häufige Fragen
Gibt es an der Nordsee spezielle Hundestrände ohne Leinenpflicht?
Ja, es gibt zahlreiche ausgewiesene Hundestrände, an denen dein Vierbeiner frei laufen darf. Besonders empfehlenswert sind die Strände in St. Peter-Ording, Neßmersiel, auf Sylt, in Norddeich und Cuxhaven. Die Regelungen variieren je nach Saison – außerhalb der Hauptsaison sind die Bestimmungen meist lockerer.
Sind Wattwanderungen mit Hund möglich?
Definitiv! Von Neßmersiel aus werden regelmäßig geführte Wattwanderungen angeboten, bei denen Hunde herzlich willkommen sind. Die Touren führen zu den Inseln Norderney oder Baltrum und dauern zwischen zwei und drei Stunden. Wichtig: Dein Hund muss während der gesamten Wanderung angeleint bleiben.
Wo finde ich Agility- und Freizeitanlagen für Hunde?
Der Fun Agility Park in Neßmersiel ist kostenlos nutzbar und liegt direkt am Hundestrand. Hier findest du Hürden, Wippen und Slalomstrecken sowie ein angeschlossenes Freilaufgelände. Auch in St. Peter-Ording gibt es große Auslaufgebiete – das größte umfasst 16 Hektar.
Welche Nordseeinseln eignen sich besonders für den Urlaub mit Hund?
Amrum, Sylt, Borkum, Juist und Spiekeroog sind besonders hundefreundlich. Sie bieten lange Sandstrände, viele Wanderwege und hundefreundliche Unterkünfte. Sylt und Amrum haben die größten Strände, während Juist und Spiekeroog ruhiger und entspannter sind.
Gibt es hundefreundliche Unterkünfte an der Nordsee?
Ja, die meisten Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen an der Nordsee nehmen Hunde mit. Viele haben sich speziell auf Hundebesitzer eingestellt und bieten Extras wie Hundebetten, Näpfe oder sogar einen Hundesitting-Service. Am besten buchst du direkt und fragst nach den Konditionen für Hunde.
Was kostet ein Hundestrand-Besuch?
Die meisten Hundestrände an der Nordsee sind kostenlos nutzbar. Lediglich die allgemeine Kurtaxe wird in vielen Orten erhoben, die gilt aber auch für Hundebesitzer. Einige Gemeinden erheben eine kleine zusätzliche Hundesteuer für Touristen, meist zwischen 1-3 Euro pro Tag.
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